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Die Ringe, die einmal Blätter waren

Rendsburg/ge - Ihre Ringe sehen aus, als seien sie gewachsen: Zarte Adern heben sich aus dem Silber, mal lebendig grün, mal in reifen, roten Tönen.

Die Rendsburger Goldschmiedin Christine Lambrecht (31) hat die organische Struktur von Pflanzen  auf Schmuckstücke übertragen.

Für diese einzigartige Idee wird sie morgen in Lübeck von der Kulturbeauftragten des Ministerpräsidenten mit dem „Alen Müller-Hellwig Förderpreis" ausgezeichnet, der nur alle drei Jahre vergeben wird und mit 5000 Euro dotiert ist.

Physalis-Ringe" nennt die Künstlerin ihre Serie - nach der südamerikanischen Kapstachelbeere, deren Fruchthülsen sie inspiriert haben. Wie entsteht so ein Ring? Christine Lambrecht: "Das Blatt der Hülse wird auf einen Ring aus Wachs gedrückt, beides mit Gips umhüllt. Blatt und Wachs werden verbrannt, in die Hohlform wird dann Silber gegossen." Die Ringe sind im Lübecker Burgkloster zu sehen, sie kosten von 230 bis 280 Euro.

 

Auszug aus dem Flensburger Tageblatt vom 09. Juni 2007